Das Orakel: Ein Kumpel kommt selten allein

Ach, wie gerne hätte der Bär einen Freund. Jemanden, mit dem er seine Himbeeren teilen kann; jemanden, zu dem er „Gute Nacht“ sagen kann. Aber da ist niemand. Der Bär ist ganz allein. „Das Orakel: Ein Kumpel kommt selten allein“ erzählt, wie der Bär sich auf die Suche nach einem Freund macht. Ob das allwissende Orakel ihm helfen kann?

Das Orakel

Der Bär hat ein richtig tolles Bärenleben, aber glücklich ist er nicht. Es macht nichts so richtig Spaß, wenn man einsam ist. Die Eule ist nicht begeistert, als der Bär früh morgens an ihren Baum klopft – schließlich schläft sie tagsüber. Dennoch gibt sie ihm einen Rat: Er soll das geheimnisvolle Orakel aufsuchen. Das weiß nämlich alles und kann ihm sicher helfen. Auf dem Weg dorthin trifft er auf den Pfau. Allerdings tritt der tollpatschige Bär dem stolzen Pfau auf eine seiner wertvollen Schwanzfedern.

© Obelisk Verlag

Trotz anfänglicher Schwierigkeiten tun sich die beiden zusammen. Zufällig sucht auch der Pfau einen Freund und möchte das Orakel um Hilfe bitten. So geht es gemeinsam weiter. Vom Vorschlag des Orakels sind sie allerdings überhaupt nicht begeistert! Sie sollen sich zusammen auf die Suche nach einem Freund machen? Eine gemeinsame Reise, obwohl sie sich überhaupt nicht leiden können!? Na das kann ja heiter werden…

© Obelisk Verlag

Tierisch unterschiedliche Freunde

„Das Orakel: Ein Kumpel kommt selten allein“* ist ein frech geschriebenes Plädoyer an die Freundschaft und das Anderssein. Es macht großen Spaß, die beiden Charaktere Bär und Pfau dabei zu beobachten, wie sie immer stärker zusammenwachsen, aber erst ganz zum Schluss merken, was sie aneinander haben. So stellen sie fest, dass sie zwar grundverschieden sind, sich aber gerade deshalb ganz wunderbar ergänzen. Die Geschichte ist vielleicht etwas vorhersehbar. Andererseits sorgt gerade das für Spannungsmomente. Immer wieder möchte man den Tieren zurufen: Ihr müsst nicht mehr suchen, euer bester Freund steht längst neben euch!

Erstleser werden sich dabei besonders über die kurzen Kapitel und den einfach zu lesenden Sinnschriftsatz freuen. Die vielen Bilder untermalen die Geschichte angemessen und sind durch ihre erdigen Töne nicht zu aufdringlich. Die kleinen Sprechblasen sind Geschmackssache, tun dem Gesamteindruck aber keinen Abbruch. Ein liebevolles Buch zum „Immer-wieder-Lesen“, das zum Nachdenken anregt und dabei unglaublich viel Spaß macht.

Eure Stefanie

Daten zum Buch:
Autor: Chantal Schreiber
Illustration: Susanne Wechdorn
Erscheinungsjahr: 1. September 2011
Verlag: Obelisk Verlag
Altersempfehlung: 6 bis 9 Jahre
ISBN: 978-3-8519-7642-7
Bildquelle: © Obelisk Verlag

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