Monster Mia und das große Fürchten

Weiter geht es im wöchentlichen Gruselreigen und zwar mit „Monster Mia und das große Fürchten“. Euch erwartet die Finsterwald-Schule mit sonderbaren Schülern und allem was das Herz so richtig schaurig schön höher schlagen lässt. Hier kommen Gruselfans voll auf ihre Kosten. Gespickt ist das Ganze mit einer witzigen Geschichte, die nur so vor lauter abgefahrenen und frechen Ideen sprudelt. Vorhang auf für eine kleine feine und wohlige Schauergeschichte…

Vorsicht… süße flauschige Häschen und rosa Tutus

Mia Münster ist anders als andere Mädchen ihres Alters, ganz besonders als ihre Zwillingsschwester Marie. Während Marie Rosa, Ballett, Einhörner und süße flauschige Häschen mag, steht Mia auf alles was krabbelt und kribbelt. Sie hat eine Vorliebe für Schwarz und ihr Haustier ist eine kleine Ratte namens Quentin. In ihrer Klasse in der Lilienthal-Schule fällt sie leider immer wieder unangenehm auf, denn Mia kann einfach nicht anders und geht allem Interessanten einfach von Herzen gern auf den Grund. Als dann eines Tages ihre Ratte Quentin – den hat sie nur ausnahmsweise für eine Hausaufgabe dabei – im Klassenraum ausbüxt und im Pullover der Lehrerin wieder auftaucht, ist es soweit. Mia fliegt von der Schule.

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© Kerle in Herder

Frau Fenchel, die Direktorin, setzt sich mit der Finsterwald-Schule in Verbindung. Diese nimmt Mia auf. Nach dem Wochenende steigt sie dann das erste Mal mit einem mulmigen Gefühl in den Schulbus, denn im Bus sitzen lauter merkwürdige Kinder. In der Schule merkt Mia schnell, dass die Kinder nicht nur sonderbar, sondern echte Monster sind. In die Finsterwald-Schule gehen Kinder wie Wulf Werwolf, die giftige Greta, der unsichtbare Ulli, Zombie Zoran oder Edward Paprika Stroganoff van Vlad. Unterrichtet wird Vampirgeschichte, Friedhofsstudien, Zaubertränke und Erschrecken. Mia ist begeistert und nennt sich fortan Monster Mia. Doch so leicht ist es nicht. Ihr Klassenlehrer merkt schnell, dass Mia ein gewöhnlicher Mensch ist und die sind an der Schule unerwünscht. Schafft es Mia jedoch ihn innerhalb einer Woche außergewöhnlich zu erschrecken, darf sie bleiben. Ob Mia das gelingt?

Monstermäßiger Lesespaß

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© Kerle in Herder

Gruselig und schaurig – mhmm ja ein kleines Bisschen, aber keineswegs der Stoff für Albträume. In „Monster Mia und das große Fürchten“* von A. B. Saddlewick sind alle Figuren so sympathisch beschrieben, dass sich das mit der Angst in Grenzen hält. Jeder ist anders und das ist auch gut so! Selbst die Schüler der Finsterwald-Schule haben einige ungewöhnliche Vorlieben, so zum Beispiel der kleine Vampir Paprika, der so gar kein Blut mag und Vegetarier ist.

Schade ist es, dass die Gestaltung des Buches eher auf Mädchenvorlieben abgestimmt ist. Dabei ist es gar kein typisches Mädchenbuch. Ebenfalls hätte ich mir im Buch selbst einfach mehr von den bezaubernden Illustrationen von Franziska Harvey gewünscht. Die Geschichte bietet dafür so viel wunderbares Potenzial. Ansonsten ist das Buch gut auf die Zielgruppe Erstleser abgestimmt, denn die Schrift ist angenehm groß und gut lesbar. Wer also eine leicht gewürzte Schauergeschichte mit viel Witz und einigen lustigen Überraschungen mag, der hat mit Monster Mia viel Spaß beim Lesen.

Eure Janet

Daten zum Buch:
Autor: A. B. Saddlewick
Illustrator: Franziska Harvey
Übersetzung: Karen Gerwig
Verlag: Kerle in Herder
Erscheinungsjahr: 12. Februar 2013
Altersempfehlung: 7 bis 9 Jahre
ISBN: 978-3-4517-1161-9
Bildquelle: © Kerle in Herder

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