Pepe und der Pups-Roboter

„Wann sind wir endlich da?“, „Wie lange dauert es noch?“ oder „Ich kann nicht mehr laufen!“: Kennt Ihr diese Sätze auch? Eigentlich liebt Pepe die Ausflüge mit seinem Papa. Aber auf den langen Spaziergängen hat er schnell keine Lust mehr zu laufen und will auf Papas Schultern. Und Papa lässt sich was einfallen! Was? Das erfahrt Ihr in „Pepe und der Pups-Roboter“…

Pepe und der Pups-Roboter

Pepe stand vor Papas Tür und klingelte. Es war Montag und die Papa-Woche hatte begonnen. Eine Woche verbrachte er bei Mama und die nächste wieder bei Papa. Mama und Papa mochten sich nicht mehr so, aber Pepe hatte beide gleich lieb. Seine Mama erzählte ihm die herrlichsten Geschichten. Sie hatte immer etwas Spannendes zu erzählen. Die Wochen bei seinem Papa verbrachte Pepe meist draußen. Sie machten immer viele gemeinsame Spaziergänge. Aber meist schon nach wenigen Schritten fing Pepe an zu quengeln. Und meist nahm ihn Papa auf seine Schultern. Doch diesem Montag war alles anders….

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© Willegoos

Papa erzählte Pepe, dass er beim Arzt war, weil er Rückenschmerzen hatte. Der Arzt hat Papa für eine Weile verboten, etwas zu heben und zu tragen. Nun müssten sie auf die Spaziergänge verzichten. Pepe überlegt und schlägt vor, dass er ja alleine laufen könne. Sie zogen sich an und gingen los. Doch Pepe fing wieder an zu quengeln. Aber diesmal nahm Papa ihn nicht auf die Schulter. Zum ersten Mal kehrten beide mit schlechter Laune zurück. Als für Pepe wieder eine Papa-Woche beginnt, hat dieser eine Überraschung. Ein funkelndes, silbernes Ding mit einer Kette und Rädern. Der Roboter musste ausprobiert werden. Unterwegs machte es „Pffffrp“ und aus dem Roboter schwebte eine kleine graue Wolke. Ein Pups-Roboter…

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© Willegoos

Alles voller Pups-Wolken

Von da an gingen Pepe und Papa jeden Tag spazieren. Die anderen Kinder der Stadt starrten mit neidischen Blicken hinterher. Alle Kinder wussten nun, wann Pepe seine Papa-Woche hatte und sie durch das Viertel zogen. Es stank fürchterlich. Aber mit jeder Woche wurden es immer mehr Pups-Roboter auf den Straßen. Jedes Kind wollte natürlich einen haben. Nach und nach werden die pupsenden und stinkenden Maschinen aber ein echtes Problem. Die Kinder und auch Pepe werden dicker und über der ganzen Stadt hängt wie ein dunkles Tuch eine graue Pups-Wolke…

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© Willegoos

Ein Erstlesebuch über nachhaltige Mobilität

Nachhaltige Mobilität? Mobilität gehört zu unserer modernen Gesellschaft. Egal ob zum Einkauf, zur Arbeit oder zur Schule – nicht selten wird dafür das Auto benutzt. Diese tägliche Mobilität stellt für den Umweltschutz eine gewaltige Herausforderung dar. Luft- und Lärmbelastung sind besonders in den Städten hoch. Ein Thema, das nicht unbedingt in ein Kinderbuch passt? Ganz und gar nicht. Jesko Habert zeigt mit „Pepe und der Pups-Roboter“*, dass es möglich ist, in kleinen Schritten etwas zu verbessern. Es ist eine engagierte Geschichte, die das Thema Umweltschutz und Nachhaltigkeit für Kinder greifbar und nachvollziehbar macht.

Ein Buch zum Nachdenken über Verantwortung und Umweltbewusstsein, aber mit einer gelungenen Mischung aus Fantasie und Realität. Ein ambitioniertes Buch, welches die Ernsthaftigkeit des Themas poetisch und kindgerecht darstellt, jedoch dabei ganz ohne den erhobenen Zeigefinger auskommt. Timo Beckers wundervolle Illustrationen in warmen und erdfarbenen Tönen zaubern eine angenehme und behagliche Atmosphäre. Und das das Thema auch für Kinder verständlich ist, davon habe ich mich am Vorlesetag überzeugen können. Die Kinder in einer Grundschule fanden die Idee des Pups-Roboters anfangs total großartig und konnten wunderbare Pups-Geräusche. Aber die graue Stadt mit den dicken Wolken hat ihnen gar nicht gefallen. Und am Ende waren alle von der Idee begeistert, die sich Pepe und sein Papa einfallen lassen haben, damit die Sonne wieder am Himmel scheint.

Eure Janet

Daten zum Buch:
Autor: Jesko Habert
Illustration: Timo Becker
Erscheinungsjahr: 1. September 2016
Verlag: Willegoos
Altersempfehlung: 7 bis 9 Jahre
ISBN: 978-3-9444-4520-5
Bildquelle: © Willegoos

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