Stína

Stína – das Mädchen, das die Kälte fürchtet: Am liebsten versteckt sie sich zu Hause unter ihrer Daunendecke. Mit viel Einfallsreichtum versucht sie sich zu schützen und von der Außenwelt fern zu halten. Damit ist sie so beschäftigt, dass die spielenden Kinder draußen gar nicht bemerkt. Bis ein Schneesturm etwas Unerwartetes vor Stínas Tür wirbelt…

Stína – Das Mädchen, das die Kälte fürchtete

Kälte – die mag Stína überhaupt nicht. Sie mag kein Eis und trägt auch niemals Röcke ohne Strumpfhosen. Im Sommer ist es leicht für sie Schwimmbädern und Abendbrisen aus dem Weg zu gehen. Aber im Winter eben nicht. Der einzige Ort, wo sie sich wirklich sicher fühlt vor der Kälte, ist zu Hause. Und dort bleibt sie im Winter. Eingemummelt in ihrer dicken Decke aus Daunen, mit heißem Haferbrei und Büchern vor dem Kamin. Die Tage kommen und gehen.

© Helvetiq

Aber, die Kinder, die draußen spielen, wecken ihre Neugierde. Stína steht oft am Fenster und beobachtet sie. Bläst der Wind nicht durch ihre Pullover? Wie schaffen sie es, dass kein Schnee in ihre Handschuhe und Stiefel gelangt? Wie wohl Schneeflocken schmecken? Eines Tages ertönen Stimmen am Fenster und ein Klopfen an der Tür. Als Stína diese öffnet, weht ein Windstoß herein. Und alles ist plötzlich ganz…

© Helvetiq

Vom Mut Neues zu wagen

In „Stína“ spielt Lani Yamamoto viel mit dem Metaphorischem. Die Komfortzone, in die wir uns gerne einkuscheln, bietet Sicherheit, Schutz und Gewohntes. Und doch gibt es im Leben Situationen, die uns vor Herausforderungen stellen. So auch die Neugier. Das Überschreiten der eigenen Grenzen und des gewohnten Umfeldes bedeutet Risiko, Unsicherheit, Selbstzweifel und Angst. Aber auch Neues, Abenteuer, Wagnis und Veränderung.

Veränderung braucht Überwindung. Überwindung Mut. Mut sich etwas zu trauen. Eine unglaubliche Kraft etwas zu wagen, damit das Leben nicht am Fenster vorbeizieht. In einfachen, ausdrucksstarken Illustrationen verpackt Lani Yamamoto diese Botschaft. Und überrascht zwischendurch mit Anleitungen für Erfindungen, fürs Stricken und heißer Schokolade. Kindgerecht und dennoch offen, so dass viel Raum für eigene Interpretationen und Anknüpfungspunkte zum Gespräch entstehen. Nicht unbedingt ein Buch, dass sich beim ersten Lesen gänzlich erschließt, aber Stück für Stück ein kleines Feuer entfacht.

Eure Janet

Daten zum Buch:
Autor: Lani Yamamoto
Illustration: Lani Yamamoto
Übersetzung: Lea Bosshart
Erscheinungsjahr: 8. Oktober 2018
Verlag: Helvetiq
Altersempfehlung: 4 bis 8 Jahre
ISBN: 978-2-9404-8152-1
Bildquelle: © Helvetiq

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2 Gedanken zu „Stína

  • 11. Februar 2019 um 9:41
    Permalink

    Hahaha, ich verstehe sie. ;-) Ich bin die größte Frostbeule ever. ;-) Aber trotzdem liebe ich es, wenn die Landschaft verschneit und sonnig ist, das Eis auf dem See glitzert und wir Schneemänner bauen und Schlitten fahren können.
    LG
    Nele E. (kein Schnee hier – es regnet…)

    Antwort
    • 11. Februar 2019 um 10:15
      Permalink

      Liebe Nele,

      willkommen im Frostbeulenclub. Mir ist auch ständig kalt. Und ja, mit Schnee ist der Winter schöner… Aber hier bei uns auch leider nicht in Sicht. Dann wohl doch auf einen baldigen Frühling hoffen.

      Liebe Grüße
      Janet

      Antwort

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