Thalam: Die Hüter der Erde

Halloween steht vor der Tür! Daher geht es diese Woche auch in den vorgestellten Büchern um allerhand Magisches, Mystisches und Fantastisches. Den Anfang macht heute „Thalam: Die Hüter der Erde“ – das Debüt von Gabriele Ennemann. Der Jugend-Fantasy-Roman für Kinder ab 10 Jahren schlägt eine Brücke zu einer vollkommenen anderen Welt. Tief unter der Erdoberfläche in einer magischen Welt namens Thalam wächst der 15-jährige Gidion auf…

Der Weg ist das Ziel!

Einst war Thalam ein friedlicher Ort der Unten-Welt. Doch durch die Habgier der Menschen kam es zu einer Splitterung der Gesellschaft. Die Thalamer, die zusammen mit den Menschen nur noch Spaß haben und keine Verantwortung mehr im Leben übernehmen wollten, sagten sich los von Thalam. Viele Generationen später war ein ganzes Volk, die Sinister, entstanden. Seither gibt es zwei Teile: Thalam und Sinistrien, überwacht durch die große Zauberin der Unten-Welt Tenebrae.

Gidion, aufgewachsen bei seinem Ziehvater Mundus, wünscht sich sehnlichst ein Held zu sein. Deshalb macht er eine Ausbildung an der Schule für Schwertkampf. Eines Nachts schleicht er sich heimlich davon und beobachtet auf dem Felsen Elion zwei nächtliche Reiter. Aus einer Satteltasche ragt ein länglicher Gegenstand: Die Lebensachse, die seit Anbeginn der Zeit das Gleichgewicht des Planeten aufrechterhält. Von da an überstürzen sich die Ereignisse. Im Königspalast von Thalam erfährt Gidion, dass er der Avantgarde angehört. Zu dieser gehören vier Auserwählte, die sich den dunklen Mächten stellen müssen.

Nicht nur die Erkenntnis, dass er einer der Avantgarde ist, trifft Gidion wie ein Schlag. Er erfährt außerdem, dass seine Mutter und seine Schwester Dawn am Leben sind. Seine Schwester gehört ebenfalls zu den Auserwählten. Zusammen mit Prinz Levinor und dessen Cousine Leona geht es für die beiden auf eine abenteuerliche Reise durch die geheimnisvolle Unten-Welt. Sie müssen die Lebensachse aus den Händen von Sinistriens Herrscher, Jechube, befreien. Vor ihnen liegt ein langer und harter Weg, um das Gleichgewicht wieder herzustellen.

Thalam Bild
© Riverfield Verlag

Die Fantasie ist das Tor zu einer anderen Welt

Als Fan der „Chroniken der Unterwelt“* hat mich der Debütroman „Thalam: Die Hüter der Erde“* von Gabriele Ennemann sehr angesprochen. Ich habe ihn diesmal persönlich in kürzester Zeit verschlungen, denn für meine beiden Mädels ist der Stoff noch nicht geeignet. Daher zählt heute wirklich nur meine eigene Meinung. Sehr ansprechend finde ich, dass sich die Autorin viel Zeit nimmt, die einzelnen Charaktere und die Unten-Welt vorzustellen. Durch die detailreichen Beschreibungen der Figuren und Orte schlüpft man als Leser schnell in die faszinierende Welt des 15-jährigen Gidions.

Ein wenig Probleme hatte ich mit der Erzähler-Perspektive. Hier gibt es teilweise komplette Wechsel, was mich anfangs irritierte und den Lesefluss etwas hinderte. Schade fand ich, dass sich einige Situationen zu schnell aufklären. Hier denke ich jedoch an die vorrangige Zielgruppe des Buches, für die das sicherlich passt. Leider bleiben auch einige Erzählstränge offen, aber das ist wohl das Los eines jeden Auftaktbandes, um es weiterhin spannend zu halten. Durch den angenehmen und flüssigen Schreibstil schafft es die Geschichte zu fesseln und durchgehend mit fantastischen Lesestoff zu überzeugen. Ich bin gespannt auf die weiteren Abenteuer der Avantgarde!

Eure Janet

Daten zum Buch:
Autor: Gabriele Ennemann
Verlag: Riverfield Verlag
Erscheinungsjahr: 25. September 2015
Altersempfehlung: ab 10 Jahre
ISBN: 978-3-9524-5232-5
Bildquelle: © Riverfield Verlag

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