Tom und der Waldschrat – Der Rat der Tiere

Silbergrüner Mantel, Zweige als Hände, Melonenkopf und großer Schlapphut: Das ist der Waldschrat. Beschützer des Waldes, der Pflanzen und Tiere. Die meisten Menschen wissen nicht einmal, dass es den kleinen Waldgeist gibt. Tom schon. Die beiden sind gute Freunde, seitdem Tom ihm geholfen hat, den Wald vor fiesen Zweibeinern zu retten. Doch in „Tom und der Waldschrat – Der Rat der Tiere“ braucht diesmal Tom die Hilfe des Waldschrates und der Tiere, denn Zuhause bei ihm kracht es gewaltig…

© Edition Pastorplatz

Tom und der Waldschrat Der Rat der Tiere

Tom und sein Freund Julius bauen auf dem Hof eine Bude. Leider kommt ihnen Hausmeister Grummel in die Quere und verjagt die beiden. An der Haustür angekommen, hört Tom seine Eltern schon durch das offene Küchenfenster streiten. Tom verdreht die Augen. Das kommt in letzter Zeit sehr häufig vor. Mama schreit Papa an, dass er nie zuhören würde. Papa wirft Mama vor, dass sie sich nicht genug um Tom kümmert. Tom kann es nicht mehr hören. Gleich am nächsten Morgen verlässt er früh das Haus, um den Streitereien aus dem Weg zu gehen.

Im Wald angekommen, drückt er fest den Zauberstein und ruft den Waldschrat. Der Waldgeist lädt ihn eine seine Höhle ein. Hier haben sich die Tiere versammelt. Im Kamin prasselt ein Feuer und verströmt mollige Wärme. Im Trog auf dem Tisch wartet ein Festschmaus. Tom hat furchtbare Angst, dass sich seine Eltern trennen. Vielleicht ist er ja der Grund, warum sich seine Eltern streiten? Nun murmeln alle Tiere durcheinander. Sie wollen ihm helfen und erzählen Tom von ihren eigenen Familien. So richtig mit Mama, Papa und Kind scheint das bei den Tieren auch nicht zu funktionieren…

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Mutmachbuch – Es findet sich immer ein Weg

Umweltverschmutzung, Tierschutz, Trennungsängste bei Kindern und unterschiedliche Lebenswelten und -entwürfe: Es steckt schon einiges an komplexen Themen in „Tom und der Waldschrat – Der Rat der Tiere“*. Das dies in keinerlei Weise schwer verdaulich ist, liegt an Claudia Mendes charmanten und einfühlsamen Augenzwinkern, das sie geschickt mit der Geschichte verwebt. Kleine verrückte Ideen, witzige Streiche, verschiedene Blickwinkel und herzige Figuren, die alles liebevoll auflockern und garantiert auch für den einen oder anderen Schmunzler sorgen. Und das, doch auch zum Nachdenken und zum Gespräch anregt. Alles ist möglich! Es findet sich immer ein Weg…

Von Himmelsseen und bunter Knete – Interview mit Claudia Mende

Ein kleiner Waldgeist, der die Tiere und Pflanzen des Waldes beschützt – wie Claudia Mende dem Waldschrat Leben eingehaucht hat, was sie inspiriert, wo sie am liebsten schreibt und was sie an der Natur so fasziniert, dass verrät euch die Autorin exklusiv hier im Rahmen der Blogtour „Tom und der Waldschrat – Der Rat der Tiere“* in einem kleinen Interview.

Was hat Dich dazu inspiriert Bücher für Kinder zu schreiben?

© Claudia Mende

Claudia Mende: Da muss ich gleich ein Geheimnis preisgeben – ich bin tatsächlich vorlesefaul. Also musste ich meinem Sohn eben seine Gute-Nacht-Geschichten erzählen. Wir sind auch oft in der Natur unterwegs, beispielsweise Wasserwandern. Ein Kollege fragte mich mal, ob wir dabei durch einen Fluss waten. Nein! Wir fahren tagsüber mit unserem Kajak und sind jede Nacht auf einem anderen Zeltplatz. Und ganz ehrlich, dann noch Bücher mitschleppen und mit der Taschenlampe im Zelt umständlich zu lesen. Ich erzähle dann einfach, was mir im Kopf herumschwirrt.

Warum ich darin so viel bunte Knete habe, weiß ich leider auch nicht. Dabei unterscheide ich nicht, ob die Geschichten für Kinder oder für Erwachsene sind. Doch, ein bisschen schon. Die für Große haben selten ein Happy End. Aber Kinder wollen das glückliche Ende. Wichtig ist mir aber beim Kinderbücherschreiben, dass die Geschichten auch Erwachsenen Spaß machen. Denn der Vorlesende sollte nicht zuerst einschlafen. Natürlich mache ich mir auch Gedanken beim Schreiben und baue ständig kleine Dinge ein, um gegen Dogmen zu kämpfen. Beispielsweise, warum sollte ein Junge nicht rosa Gummistiefel tragen?

Woher nimmst Du die Anregungen zu Deinen Geschichten?

Claudia Mende: Augen auf in der Natur! Habt ihr schon mal bei einem leicht wolkigen Sonnenuntergang am Meer den Himmelssee gesehen? Ich bin gern in der Natur unterwegs. So ist auch die Geschichte von Tom und der Waldschrat entstanden: Mit meinem damals achtjährigen Sohn und meiner Mutter bin ich im Wald wandern gewesen. So wie eben kleine Jungs sind, statt zu laufen, drückte er sich lieber in den Gebüschen rum und sammelte Stöcker. Alle liebevollen Ermahnungen, dass es weitergeht, halfen nicht. Ich drohte ihm, dass gleich der Waldschrat kommt. Schwups, war er neben mir und wollte wissen, wer der Waldschrat eigentlich ist. Eine Stunde später waren wir am Ziel und ich habe ihm den ersten Teil von Tom und der Waldschrat erzählt. Meine Mutter sagte dann, jetzt schreibe doch endlich mal deine Geschichten auf, das kannst du doch als Journalistin gut.

© Claudia Mende

Wo und wie schreibst Du am liebsten?

Claudia Mende: Ganz ehrlich, selten zu Hause. Ob dabei die Ablenkung in der Wohnung zu groß ist (Bücher, TV-Gerät, Aufräumen), oder ob ich tatsächlich das Draußen brauche, kann ich nicht genau sagen. Aber es ist tatsächlich so, dass ich beim Schreiben entweder in einem Garten sitze oder im Zug. Wahrscheinlich brauche ich Naturbilder…

Was fasziniert Dich am Wald und der Natur?

Claudia Mende: Ich habe große Ehrfurcht vor der Natur. Die Bäume sind so viel älter als wir und bilden im Wald so eine für uns noch nicht erforschte Gemeinschaft. Aber auch das Meer und überhaupt Gewässer faszinieren mich. Es ist beruhigend und gleichzeitig auch berauschend einfach nur das Uralte zu spüren. Ich bin der Meinung, dass wir in unserer schnelllebigen und auf rationales Denken ausgerichteten Gesellschaft einfach auch mal innehalten müssen.

Gibt es neue Ideen? Über welche Themen würdest Du gern noch schreiben?

Claudia Mende: Pausenlos! Aber leider zu wenig Zeit um alles aufzuschreiben. Auch vergesse ich so manche erzählte Geschichte. Wie erwähnt, schreibe ich immer mal wieder eine Geschichte für Erwachsene. Derzeit arbeite ich an einen Roman über Irland und einer alten keltischen Göttin. Und: natürlich am nächsten Kinderbuch. Das Manuskript ist auch schon fast fertig. Diesmal geht es um einen kleinen Kobold. Wir alle sind gar nicht so schusselig! Wenn ihr demnächst wieder eure Lesebrille sucht oder euch wundert, wo die Schokolade hin ist: Das war XXX! Pst, den Namen darf ich noch nicht verraten. Aber ihr dürft es bald lesen!

© Edition Pastorplatz

Waldgeist auf Reise: Blogtour zu „Tom und der Waldschrat – Der Rat der Tiere“

Habt ihr Lust noch mehr über Tom und den Waldschrat zu erfahren? Kein Problem: Die beiden gehen zusammen mit ihrem neuen Buch bis zum 14. April 2018 auf Blogtour. Es erwarten euch unter anderem lustige und spannende Fakten über die beiden sowie ein Interview mit Illustratorin Mele Brink. Hier findet ihr einen Überblick über die Themen und Artikel der Blogtour:

10.04.2018: Der Waldschrat – wer ist das eigentlich?
Bei Anna unter https://kinderbuch-detektive.de/

11.04.2018: Geblümte Gummistiefel für alle oder warum Vater, Mutter, Kind nicht immer die beste Lösung ist.
Bei Dagmar unter http://buchkind-blog.de/

12.04.2018: Warum Umweltschutz gar nicht „eighty“ ist!
Bei Steffi unter http://biber-butzemann-blog.de/

13.04.2018: Wie der Waldschrat zu seiner Unterhose kam – Interview mit der Illustratorin
Bei Miri unter https://geschichtenwolke.wordpress.com/

© Edition Pastorplatz

Tom und der Waldschrat – Der Rat der Tiere: Gewinnspiel

Den krönenden Abschluss der Blogtour setzt ein Gewinnspiel auf der Facebook-Seite von Edition Pastorplatz am 14. April 2018. Dafür müsst ihr auf allen teilnehmenden Blogs der Blogtour sowie bei Edition Pastorplatz eine kleine Gewinnspielfrage beantworten. Gewinnen könnt ihr unter anderem:

1. Preis: signierte Ausgaben beider Waldschratbücher und 1 Originalzeichnung
2. Preis: signierte Ausgaben beider Waldschratbücher
3. Preis: ein signiertes Waldschratbuch
4. Preis: ein Waldschratbuch
5. Preis: ein Waldschratbuch

Die Teilnahmebedingungen zum Gewinnspiel findet ihr bei Edition Pastorplatz: Die Auslosung der Preise erfolgt ebenfalls über die Seite des Verlages. Dieses Gewinnspiel steht in keinerlei Verbindung zu Facebook und wird in keiner Weise von Facebook gesponsert, unterstützt oder organisiert. Mit der Teilnahme erklärt ihr euch mit den Bedingungen einverstanden.

Hier ist meine Gewinnspielfrage:
Was hat Claudia Mende ganz viel im Kopf (außer Ideen und Geschichten…)?

Viel Glück!

Eure Janet

Daten zum Buch:
Autor: Claudia Mende
Illustration: Mele Brink
Erscheinungsjahr: 9. Oktober 2017
Verlag: Edition Pastorplatz
Altersempfehlung: 5 bis 10 Jahre
ISBN: 978-3-9438-3320-1
Bildquelle: © Edition Pastorplatz

Gefällt euch das Buch? Hier könnt ihr es kaufen:

10 Gedanken zu „Tom und der Waldschrat – Der Rat der Tiere

  • 13. April 2018 um 14:06
    Permalink

    Hallo,
    das finde ich ja mal eine lustige Idee: ganz viel bunte Knete im Kopf haben… so wie Claudia Mende – versuch ich glatt auch einmal! ;)
    Herzliche Grüße!

    Antwort
  • Pingback:Der Waldschrat beschützt Wald und Tiere - das wollen Kinder auch.

  • 11. April 2018 um 19:23
    Permalink

    Bunte Knete! Das ist in meinem Kopf hängen geblieben. So eine geniale Beschreibung! Auch der Rest vom Interview ist sehr unterhaltsam. Die Idee für das nächste Kinderbuch klingt auch super! Ich bin schon sehr gespannt!

    Antwort
  • 10. April 2018 um 19:17
    Permalink

    Vielen dank. Es kam mir nur so komisch vor das noch niemand ein Kommentar abgegeben hat.
    Denn viele bunte Knete finde ich super ;-)

    Antwort
    • 10. April 2018 um 19:28
      Permalink

      Liebe Maike,

      bunte Knete ist immer gut ;-)

      Liebe Grüße
      Janet

      Antwort
  • 9. April 2018 um 20:13
    Permalink

    Claudia hat ganz viel bunte Knete im Kopf. Würden uns riesig über einen Gewinn freuen.

    Antwort
  • 9. April 2018 um 20:09
    Permalink

    Hallo
    Ich Blick nicht so ganz durch. Ich würde super gerne am Gewinnspiel teilnehmen. Es heißt die Frage soll auf dem Block beantwortet werden. OK! Nur finde ich das wo nicht. Bei den Kommentaren steht nichts – was ja auch Blödsinn wäre weil die/der erste ja dann vorsagen würde. Es hat super viel Spaß gemacht den Artikel zu lesen und freue mich auf morgen, wie es weiter geht.

    Antwort
  • 9. April 2018 um 19:38
    Permalink

    Die Antwort ist: viel bunte Knete!

    Antwort

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